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Verfahren der In-Vivo-Fertilisation
Bei der intrauterinen homologen Insemination
wird die Samenflüssigkeit, die vorher im
Labor behandelt wurde, um eine geeignete Auswahl
und Konzentration der Spermien zu erhalten, mit
Hilfe eines Katheters im Moment des Eisprungs
direkt im inneren der Gebärmutterhöhle
abgelegt (IUI). Der fruchtbare Tag wird mittels
LH- und Estradiol-Werten im Blut sowie sonographischer
Übewachung des Eisprungs festgestellt.
Die Inseminationen können, wenn erwünscht
mit einer Ovarienstimulation verbunden werden,
um ein optimales Follikelwachstum zu erhalten,
um somit die Erfolgschance zu erhöhen.
Bei der heterologen Insemination
wird, wenn dies angezeigt ist, das gleiche Verfahren
mit der Samenflüssigkeit eines Spenders
eingesetzt.
GIFT (intratubarer Gametentransfer)
ist eine spezielle Technik, bei der Spermien und
Eizellen in die Eileiter eingeführt werden,
wo normalerweise der Befruchtungsvorgang intravital
stattfindet. Die Vorbereitung des Patienten entspricht
der Vorbereitung, wie sie beim Verfahren d. IV-Fertilisation
dargestellt wurde, der Eingriff wirde jedoch durch
eine Laparoskopie in allgemeiner Anästhesie
im Operationssaal in der Tagesklinik ausgeführt.
Auch in diesem Fall ist die Samenflüssigkeit
vom Partner oder aufgrund einer Indikation von
einem Spender.
Verfahren der In-Vitro-Fertilisation
Um eine In-Vitro-Insemination durchzuführen,
sind folgende Behandlungsschritte notwendig: Auslösen
des Eisprungs, Entnahme der Eizellen, In-Vitro-Fertilisation
gemäß verschiedenen Methoden, Embryonenwachstum
im Kulturmedium und Transfer in die Gebärmutter.
Zur Auslösung des Eisprungs werden Medikamente
verabreicht, um die Eierstöcke zu stimulieren
mehr reife Eizellen zu produzieren. Dadurch kann
man mehr Zygoten erhalten und somit die Wahrscheinlichkeit
einer Schwangerschaft erhöhen, in dem man
den Embryonentransfer gegenüber einer einzigen
Ovarienstimulation und einer Eizellenentnahme
mehrere Male wiederholt.
Das Timing der Behandlung ist ein entscheidendes
Element bei der Durchührung der künstlichen
Befruchtung. Auch in diesem Fall wird eine Plasmaauswertung
von LH und Estradiol in Verbindung mit einer Sonographie
durchgeführt, um festzustellen, wann der
Reifungsprozess der Follikel erreicht wurde (ca.
12-24 Stunden nach dem Eisprung). An diesem Punkt
wird eine HCG-Injektion gegeben, die, in dem Sie
den Höhepunkt des Eisprungs stimuliert, innerhalb
von 34-36 Stunden die entgültigen Reifung
der Eizellen hervorruft.
Die Eizellen werden aus den Follikeln mittels
sonographischer Kontrolle durch Ansaugen mit einer
speziellen Punktionsnadel entnommen, die über
eine transvaginale Sonde positioniert wird. Die
Punktion der Eierstöcke wird in Lokalanästhesie
durchgeführt und dauert nur wenige Minuten.
Die gewonnen Eizellen werden zur anschliessenden
Befruchtung mit dem männlichen Samen ins
Labor gebracht. Bei FIVET (In-Vitro-Fertilisation
und Embryonentransfer) wird die Samenflüssigkeit,
die entweder vom Partner oder je nach Indikation
von einem Spender stammt, mit den Spermatozoen
ausgewählt, die die größte Motlität
haben.
Die Gameten (Eizellen und Spermatozoen) werden
in einem Kulturmedium kultiviert und die Befruchtung
erfolgt spontan in-vitro.
Als Alternative zum FIVET-Verfahren kann man auch
das ICSI-Verfahren (Intrazytoplasmatische
Spermieninjektion) anwenden, ein Verfahren
das aus der Injektion einer einzelnen Spermie
in das innere einer Eizellle besteht. Eine Behandlung
die bei signifikanten Faktoren männlicher
Zeugungsunfähigkeit angezeigt ist. Nach ca.
15 bis 20 Stunden ist es möglich über
die Form der Zygoten den Eintritt einer Schwangerschaft
festzustellen.
Zwei Zygoten verbleiben für 48-72 Stunden
im Kulturmedium und werden dann im Embryonenstadium
(4-8 Zellen) in die Gebärmutter übertragen.
Die übrigen Zygoten werden für mögliche
künftige Transfers in die Gebärmutter
kryokonserviert.
Es kann auch eine ICSI kryokonservierter
Eizellen ausgeführt werden. In diesem
Fall müssen aus verschiedenen Gründen
die aus der Follikelpunktion erhaltenen Eizellen
eingefroren werden. Für deren Befruchtung
wird eine Mikroinjektion einer einzigen Spermie
(ICSI) ins Innere der Eizelle durchgeführt.
Die Eizellen haben aufgrund ihrer Beschaffenheit
durch das Gefrieren und Auftauen eine geringere
Resistenz. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit
durch diese Lösung das gewünschte Ziel
zu erreichen erheblich geringer als bei einer
ICSI mit kurz zuvor entnommenen Eizellen.
Der Transfer ist eine Methode zur Rückgabe
der Embryonen (maximal zwei) in die Gebärmutter,
die sich entsprechend in vitro entwickelt haben.
Der Transfer erfolgt vaginal über einen dünnen
Katheter. Diese Methode dauert nur wenige Minuten.
Der Transfer erfolgt normalerweise dann, wenn
das Embryo ein Stadium von 4-8 Zellen hat, bzw.
48-72 Stunden nach der Entnahme der Eizellen.
Bei dem Transfer mit kryokonservierten Zygoten
werden diese aufgetaut und für 1 oder 2 Tage
vor dem Transfer in einem Kulturmedium aufbewahrt.
Sollten Spermien in der Samenflüssigkeit
fehlen, ist es von Vorteil die Nebenhoden und
Hoden zu untersuchen. Deshalb bieten wir auch
das MESA-Verfahren (mikrochirurgische
epididymale Spermienaspiration) oder
das TESE-Verfahren (testikuläre Spermienextraktion)
an. Beide Eingriffe werden unter Anwendung allgemeiner
Anasthäsie im Operationssaal der Tagesklinik
durchgeführt.
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