| Risiken bei
der FIVET-und/oder ICSI-Methode, beim Embryonentransfer
und der Kryokonservation befruchteter Eileiter.
Im Allgemeinen bestehen bei den oben gennannten Behandlungen folgende Risiken:
- Überstimulation der Eierstöcke im
Sinne einer Anschwellung des Bauchraums, Schmerzen,
Atembeschwerden und Flüssigkeitsansammlung.
Wenn diese Symptome bestehen, muss darauf aufmerksam
gemacht werden. In den meisten Fällen genügt
eine einfache Kontrolle und Ruhe. In seltenen
Fällen ist eine weitergehende medizinische
Überwachung oder ein Krankenhausaufenthalt
notwendig (ca. 1% der Fälle);
- Komplikationen nach einer Follikelpunktion
mit vaginaler Blutung (0,8%). In äußerst
seltenen Fällen können diese Art von
Komplikationen zu Eingriffen mittels Laparoskopie
oder Laparotomie und zur Notwendigkeit führen,
die geschädigten inneren Organe zu entfernen
(0,2%);
- Bis heute gibt es keine konkreten Grundlagen,
Studien oder Untersuchungen, die es erlauben
einen Anstieg von Fällen mit Eierstockkrebs
oder Krebserkrankungen anderer Organe durch
wiederholter Eierstockstimulation in Verbindung
zu bringen;
- Das Nicht-Auffindenkönnen gereifter
Eizellen im aspirierten Follikelgewebe (3% der
Follikelpunktionen);
- Keine Befruchtung der Eizellen ausserhalb
des Körpers (10%), die einen Transfer in
den Uterus nicht zulassen;
- Ein Transfer der kryokonservierten Präembryonen
in den Uterus ist nicht möglich, da sie
nach dem Auftauen ihre Vitalität nicht
erlangen (20-40% der Transferzyklen);
- Eine Schwangerschaft nach dem Transfer der
Embryonen in den Uterus wird nicht erreicht
(durchschnittlich 80%);
- Schwangerschaften mit Zwillingen und Drillingen
kommen häufiger als bei spontanen Schwangerschaften
vor;
- Die Möglichkeit von Fehlgeburten (25%)
liegt etwas höher als bei natürlichen
Schwangerschaften;
- Trotz des Embryonentransfers in die Gebärmutterhöhle
bleibt die Möglichkeit einer Eileiterschwangerschaft
(1-2%) bestehen;
- Der Prozentsatz an Kindern mit Missbildungen
und genetischen Anomalien entspricht dem Prozentsatz
bei spontanen Schwangerschaften;
- Behandlungen mit FIVET und/oder ICSI können
als erheblicher Streß und Angstgefühl
erlebt werden. Die Ärtze und alle Komponenten
der Einrichtung stehen Ihnen im vollen Umfang
zur Seite, um diese Erfahrung so angenehm wie
möglich zu machen. Der Psychologe unserer
Abteilung steht Ihnen zur Verfügung, um
Sie während der verschiedenen Behandlungsphasen
zu unterstützen.
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